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In der Fülle von Spielen, die allein auf dem deutschen Markt existieren, nehmen die Brettspiele eine besondere Rolle ein. Anders als etwa Kartenspiele, Schreibspiele (Stadt, Land, Fluss…) oder auch solche ganz ohne Hilfsmittel wie Scharaden oder andere Ratespiele haben die Brettspiele immer eine feste Unterlage, die mit Figuren oder Spielsteinen unterschiedlichster Art, Karten und anderem Zubehör komplettiert wird.
Je nach Art des Spiels werden die Figuren entsprechend der gewürfelten Augenzahl bewegt (Mensch ärgere dich nicht) oder auch taktisch gesetzt und verschoben (Mühle, Dame). Daneben gibt es solche Spiele, bei denen mehrere Varianten miteinander verbunden sind: Die Position der Spielfigur wird zwar nach dem Würfel bestimmt, aber auf manchen Feldern muss der Spieler eine Karte ziehen, die ihn entweder benachteiligt oder auch bevorzugt. Dazu gibt es noch die Varianten, in denen die Karte eine Wissensfrage enthält, die korrekt beantwortet werden muss.
Während die Spielbretter früher aus schweren Materialien, meist Holz, bestanden, sind sie inzwischen robust, aber leicht. Es gibt sogar solche, die gerollt und somit Platz sparend aufbewahrt werden können. Und eine Sonderform stellen die Reisespiele dar, die nicht nur kleiner als die üblichen sind, sondern bei denen die Figuren auf dem Brett festgesteckt werden können, was in einem Verkehrsmittel besonders praktisch ist.
Neben diesen für alle Tage entworfenen Brettspielen gibt es natürlich nach wie vor die pompösen Ausführungen. Man denke an die kunstvoll geschnitzten Schachfiguren aus hochwertigen Materialien, die auf einem Marmorbrett stehen. Diese werden zwar auch jetzt noch hergestellt, sind aber in erster Linie im Antiquitätenhandel zu finden. Daneben gibt es heute auch Spielfiguren, die einem bestimmten Thema oder einer Region zugeordnet sind wie etwa der Hierarchie einer Schiffsbesatzung.
In Zeiten, da nahezu jeder Haushalt über mindestens einen PC verfügt, ist es nur logisch, dass auch die Brettspiele einen Wandel vollzogen haben – ohne dass dabei jedoch die Klassiker und die traditionellen Spiele auf der Strecke geblieben wären. Bei den ganz modernen Spielen stellt der Monitor das Brett dar, und ein Spieler kann sich entweder allein mit der Elektronik messen oder natürlich auch online mit anderen Mitspielern.
Allem Fortschritt zum Trotz boomen die herkömmlichen Brettspiele nach wie vor. Die Klassiker wie etwa Mühle, Dame, Halma und Mensch ärgere dich nicht gibt es schon seit bis zu 100 Jahren, und ein Ende der Popularität ist nicht abzusehen. Daneben werden Jahr für Jahr zahllose neue Brettspiele entwickelt und vermarktet, die sich zu einem beachtlich großen Teil auch behaupten können.
Die Spielleidenschaft ist also ungebrochen, und Brettspiele tragen einen großen Teil dazu bei.
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