Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonieren!

E-Mail

Seit jeher schlüpfen Menschen in andere Rollen, meist zum Vergnügen, oftmals auch, um bestimmte Verhaltensmuster zu erkennen. Im Fasching verkleiden wir uns, Kinder spielen Prinzessin oder Lokführer, und auch die Psychologie setzt Rollenspiele ein, um Blockaden aufzuzeigen oder um Anleitungen zum Beschreiten neuer Weg zu geben.

Auch bei den meisten Brettspielen übernehmen wir eine bestimmte Rolle: Wir verteidigen beim Schach unseren König, häufen als Investor beim Monopoly Anlageobjekte an und versuchen, beim Mensch ärgere dich nicht, als eine Art Teamführer unserer Mannschaft zum Sieg zu verhelfen.

In den letzten Jahrzehnten haben sich auch Rollenspiele entwickelt, die am PC ablaufen. Sie nehmen heute den größten Teil innerhalb dieser Rubrik ein. Es gibt zahlreiche Überschneidungen mit den Fantasy-Spielen, jedoch mit dem Unterschied, dass diese in einer ganz offenkundig auf Mythen und Märchen basierenden Scheinwelt ablaufen, während die eigentlichen Rollenspiele durchaus realistische Züge aufweisen.

Während die frühem Computerrollenspiele nur wenig freien Gestaltungsraum boten und sich auf einfache Aufgaben bezogen, die von den Personen auszuführen waren, gibt es heute die unterschiedlichsten Varianten. Das fängt schon beim Spieler selbst an; er kann in die Figur eines der Akteure schlüpfen, und das gesamte Geschehen stellt sich aus seiner Sicht dar. Ebenso ist es ihm möglich, in der 3. Person zu agieren und – als vielleicht komplizierteste Form - in der Funktion eines Spielleiters alle Figuren zu lenken und ihre Handlungen aufeinander abzustimmen.

Die Charaktere, Fähigkeiten und Kenntnisse der einzelnen Akteure sind entweder bereits im Spielplan vordefiniert, oder der Spieler kann sie selbst bestimmen. Das gleiche gilt für verschiedene Ausrüstungsgegenstände und natürlich auch die finanziellen Mittel. Wenn etwa der Akteur X ein wertvolles Schmuckstück besitzen möchte, ohne das nötige Geld zu haben, muss er sich eine zusätzliche Geldquelle erschließen, meist in Form eines Nebenerwerbs.

Da beim Großteil dieser Spiele mehrere Personen mit- oder auch gegeneinander agieren, kommt es oftmals zu Konflikten – wie im richtigen Leben! Diese können auf unterschiedlichste Arten gelöst werden.

Rollenspiele dieser Art erfordern ein hohes Maß an Kombinationsgabe. Außerdem sind Schnelligkeit, ein gutes Reaktionsvermögen und natürlich auch Ausdauer unabdingbare Voraussetzungen, um solche Spiele erfolgreich zu beenden.

Anfängern sei daher empfohlen, zunächst auf einem niedrigen Level zu starten. Das erhöht das Erfolgserlebnis, und garantiert viel Spaß.