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Die große Kategorie der Strategiespiele lässt sich mehrere Gruppen unterteilen. Allen gemein ist der Umstand, dass nichts dem Zufall überlassen bleibt. Satt dessen kann (und sollte) jeder Spieler nicht nur seine eigenen Züge, sondern auch die gegnerischen planen bzw. antizipieren. Entscheidend für Erfolg oder Misserfolg sind also eine gute Kombinationsgabe und logisches Denkvermögen.

Das Paradebeispiel für Strategiespiele ist Schach, bei dem es darauf ankommt, den gegnerischen König so einzukreisen, dass es für ihn keine Abwehrmöglichkeit mehr gibt. Schach stammt aus dem asiatischen Raum und existiert schon sein vielen Jahrhunderten in der jetzigen Form. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entstanden dann auch Versionen für den PC.

Bei den modernen Strategiespielen kommt es auch auf Verteidigung und Eroberung an, allerdings meistens in Hinblick auf ganze Länder. Das Spielbrett stellt mehr oder weniger realistisch eine Landkarte dar, und jeder Spieler hat das Ziel, mit zuvor verteilten und erworbenen Ressourcen andere Länder zu erobern.

Da heute in nahezu jedem Spielbereich auch PC-Varianten bestehen, ist die erste Unterteilung der Strategiespiele die in herkömmliche Brettspiele und solche, bei denen der Monitor das Spielbrett darstellt. Bei dieser zweiten Kategorie gibt es noch den Unterschied zwischen Echtzeitspielen und Rundenbezogenen Spielen. In letzteren führen die Spieler ihre Züge und Aktionen entweder abwechselnd aus, oder sie planen gleichzeitig und agieren auch gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge. Der Vorteil gegenüber dem Echtzeitspiel besteht darin, dass die Spieler zwischen den einzelnen Runden reichlich Zeit zum Überlegen haben.

Dies ist bei den Echtzeitspielen nicht der Fall. Da hier alle Mitspieler gleichzeitig aktiv werden, ist derjenige, der am ehesten den Überblick behält und schnell Entscheidungen treffen kann, ganz klar im Vorteil. Zwischen den einzelnen Zügen und Aktionen gibt es also kaum die Möglichkeit zur Planung.

Kritiker behaupten, die Echtzeitspiele würden von den Herstellern favorisiert, da sie schneller beendet seien und auch schneller durch neue ersetzt würden. Aber beide Kategorien bieten eine so große Fülle von Kombinationsmöglichkeiten, dass die meisten Menschen ein Spiel immer wieder aufs Neue vornehmen, sofern sie es erst mal schätzen gelernt haben. Wie sonst wäre der ungeheure Erfolg zu erklären, den etwa Schach hat, oder die ungebrochene Begeisterung für Risiko, das Strategiespiel, das sich seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wachsender Beliebtheit erfreut?